Mittlerweile haben wir Montag und ich bin immer noch in Rotorua. Wollte ja unbedingt auch einen Geysir sehen und bin früh morgens ins "Te Whakarewarewa" gefahren. Hey, und ich habe meinen Geysir bekommen. Besser gesagt eine ganze Gruppe von Geysiren, die auf die schönen Namen "Prince of Wales" bzw. Pohuto hören. Natürlich muss man etwas geduldig sein, aber es lohnt sich dann auch. Die Fontänen waren bestimmt 3-4 Meter hoch. Der Rest ist allerdings nicht vergleichbar mit den gestern von mir besuchten thermalen Gebieten. Im wesentlichen die bekannten Mudpools (blubbernder Schlamm) und ein paar heiße Quellen. Übrigens sind alle thermalen Gebiete hochgradig kommerzialisiert. Minimum $5 als Eintritt, das Maximum war $28 (wirklich). Zum Mittag bin ich kurz zurück ins Campground und habe ein paar Sandwiches gegessen. Danach bin ich dann zum "Polynesian Spa" gefahren. War zwar ganz nett, aber in keiner weise zu vergleichen mit den wunderschön angelegten Pools in Hanmer Springs. Die Pools waren einfach nur lieblos angelegte Becken. Keine wirklich schöne Umgebung. Nachmittags bin ich dann noch durch die Stadt gelaufen und war doch überrascht, dass es immer wieder unbebaute Grundstücke zwischen den Häusern gibt. Aus gutem Grund, denn aus diesen Grundstücken tritt an vs. Stellen heißer Dampf auf. Im Kauri Park mitten in der Stadt findet man ganz viele dieser Stellen. Gegen Abend ging es dann zu der Maori Show und ich war enttäuscht und fasziniert zugleich. Ich hätte nicht gedacht, dass diese Shows in diesem Maße kommerzialisiert sind. Ich hatte eigentlich nur vielleicht 20-30 Teilnehmer erwartet doch es waren bestimmt 300. Das sieht doch nach einer Massenabfertigung aus. Trotzdem war die Performance wirklich toll. Allein das Aussehen der "Krieger" ist beeindruckend. Durch die Tattos im Gesicht und auf den Oberschenkeln (inklusive dem Po) wirken die Männer schon ziemlich furchterregend und durch den Gesang und die Mimik wirkt der kriegerische Tanz wirklich angsteinflößend. Die Tattos im Gesicht haben übrigens durchaus eine Bedeutung und erzählen etwas über die Abstammung und Familie des Kriegers während die Tattos an den Oberschenkeln etwas über die Verbundenheit mit der Natur aussagen. Die ganze Prozedur der Erstellung dauernd 56 Stunden. Als Kleidung trugen die Männer übrigens nur Baströcke, die vorne die Blöße bedeckten :-) Danach gab es dann Essen. Auch für die Massen an Menschen wurde das Essen in einer Erdhöhle gekocht. Durch ein Feuer werden anscheinend zuerst Steine erhitzt, dann die rohen Zutaten daraufgestellt und das ganze abgedeckt und bis zu 3 Stunden gekocht. Ob das nun das typische Maori Essen war, glaube ich eher nicht Huhn, Lamm, Kartoffeln und Süßkartoffeln dazu Salat und Dessert). Im Anschluss ging es dann noch zu einer "Nature Show" und das beste waren wirklich die Kiwis, die ich erstmal nicht nur hinter Glas gesehen habe.
Mein Fazit zu Rotorua: Extrem kommerzialisiert. Die thermalen Gebiete auf dem Weg von Taupo nach Rotorua sollte man sich anschauen, die Stadt selbst kann man durchaus auslassen.
Montag, Februar 19, 2007
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen