Freitag, Januar 19, 2007

Von Omarama nach Queenstown

So, der bisher schwierigste Tag ist nun zu Ende. Es fing mit einem leckeren Frühstück am Morgen an, ausnahmsweise mal bereits gegen 7:00 Uhr. Gegen 8:00 Uhr ging es dann los auf die ersten 34 Km, die leicht bergan zum Lyndiss Pass in 967m Höhe führten (dabei hatten wir ca. 500 Höhenmeter zu überwinden). Die letzten 4 Km waren allerdings extrem heftig. Selbst im kleinsten Gang kam ich nur im Schritttempo voran. Auf der Passspitze habe ich dann erstmal eine längere Pause gemacht und ein bisschen fotografiert. Danach folgte dann der Lohn der Mühe mit einer super Abfahrt. Neuer Geschwindigkeitsrekord von 61 Km/h. Bis zum Mittagsplatz bei 60 Km konnte ich noch gut durchhalten. Dort angekommen habe ich mir dann erstmal ein kleines Bad im Fluss gegönnt und dann richtig gut gefuttert. Jetzt ging es weiter und es wären noch 52 Km zu fahren. Die nächsten 10 Km habe ich noch ganz gut geschafft. Dann kam aber erneut über ca. 2 Km ein ziemlich heftiger Anstieg und ich konnte den Rest des Anstiegs nur noch schieben. Danach ging es dann aber erstmal wieder abwärts. Leider hatte mich der Anstieg zu sehr angestrengt und ich hatte leichte Kopfschmerzen. Am nächsten Zwischenpunkt bei 80 Km (einem Café) habe ich mich dann vom Begleitwagen auffischen lassen :-( Naja, habe dann erstmal ein Eis gegessen und ´nen Cappu getrunken. Nun ja, aber es geht mir ja nicht um sportliche Höchstleistungen und ich fühlte mich einfach nicht mehr wohl. Bis nach Arrowtown ging es dann mit dem Begleitbus weiter. Dort haben wir einen wirklich hübsche Unterkunft für die nächsten 3 Tage. Morgen ist ein freier Tag in Queenstown und danach geht es auf ein Schiff in den Doubtfull Sound.

Von Lake Ohua nach Omarama

Man heute war ja ein fast einfacher Tag mit nur 63 Km Fahrt. Es ging zuerst zurück die Strecke am Lake Ohua entlang, bis wir wieder auf der Hauptstraße #8 waren. Dann ging es einige Zeit die Straße entlang, was sehr leicht viel, da wir Rückenwind hatten und die Strecke leicht abschüssig war. Nach vielleicht 12 Km ging es dann rechts ab zu den Clay Cliffs. die wir dann nach 12 Km auch erreichten. Ein Teil der Strecke war Schotter und hätte bestimmt gereicht um Milch gerinnen zu lassen. Am Ziel wartete dann wieder ein leckeres Lunch auf uns. Danach haben wir die Cliffs erkundet. Am ehestens würde ich die Felsformation noch mit den Bryce Canyon in den USA vergleichen. Spitze Felsnadeln, zwischen denen man rumklettern kann (nur die Farbe passt nicht). Der Udo war natürlich zu mutig beim Klettern und wäre fest abgestürzt. Aber zum Glück ist es bei einigen heftigen Hautabschürfungen geblieben. Ein kurzes Bad in dem Fluss hat dann den Nachmittag zu einem schönen Abschluss gebracht. Jetzt ging es nur die 12 Km zurück und dann rechts ab und noch ca. 8 Km an der Hauptstraße entlang nach Omarama. Dort übernachten wir und morgen steht dann unsere 112 Km Etappe an.

Vom Lake Pukaki zum Lake Ohua

So der dritte Radtag ist nun zu Ende und ich fühle mich total geschafft. Die heutige Fahrstrecke betrug etwa 90 Km und es ging die ersten ca. 30 Km auf dem Weg zurück, den wir gestern nach Glentanner Park zurückgelegt haben. Danach ging es dann weiter an einem Kanal entlang bis wir nach ca. 50 Km unseren Mittagsplatz am Lake Ruataniwha erreichten. Dort habe ich erstmal erfrischend gebadet. Das Wasser war hinreichend warm. An dem See wird auch Rudersport betrieben. Nun waren noch ca. 40 Km zu fahren und die Hitze nahm zu. Keinen Wolken verdeckten den Himmel und es gab auch noch technische Probleme mit dem Rad (Bremse vorne defekt). Ganz ehrlich, ich war froh als ich dann am Ziel war, der Lake Ohua Lodge (so ca. gegen 16:00 Uhr nach 5 Stunden Gesamtfahrzeit). Jetzt war Entspannung angesagt. Zuerst ein Bad im erfrischend kalten See, dann eintauchen in den Whirlpool des Hotels. Das Abendessen kommt heute Abend mal nicht aus der Hand von Claudia. Wir gehen stattdessen schick Essen. Morgen sieht es dann etwas relaxter aus mit (nur) 63 Km Fahrleistung während am übernächsten Tag eine 112 Km Etappe auf dem Programm steht (davon 34 Km mit Anstieg). Landschaftlich bot die heutige Etappe keine aufregenden Neuigkeiten (man wird schnell verwöhnt von den einmaligen Ausblicken und nimmt diese schnell als "normal" an).

Vom Lake Tekapo zum Lake Pukaki

Heute am zweiten Radtag ging es schon etwas mehr zur Sache. 84 Km waren angesagt. Nach einem aufbauenden Frühstück ging es ca. gegen 9:30 los. Der erste Teil der Strecke führte für längere Zeit an einem Kanal entlang, der die Seen Tekapo und Pukaki verbindet. Nach ca. 30 Km konnten wir eine Lachsfarm besichtigen und auch frischen Lachs essen, Yummi. Falls jemand wissen will wie das Wetter heute war: Anfangs teilweise bewölkt, später durchgehend sonnig. Nach dem kurzen Stop an der Lachsfarm ging es dann am Kanal entlang weiter und dann quer rüber in Richtung Lake Pukaki. Kurz vor der Staumauer nach ca. 44 Km war dann unsere wohlverdiente Mittagspause mit dem üblichen sehr gutem Essen. Jetzt waren immer noch ca. 40 Km zu überwinden. Nach der Staumauer gab es ein kleines Visitor Center an der Seite und dort habe ich mir erstmal Lektüre besorgt. Das Herr der Ringe location book. Dort sind alle Drehorte mit Beschreibung und vielen Bildern aufgelistet. Einige der Orte werde ich sicherlich noch anfahren. Danach ging es dann rechts ab und an der Westseite des Sees entlang Richtung Norden. Der Mt. Cook war auch von hier schon super zu sehen. Ab jetzt wurde es richtig anstrengend, da selbst die letzten Reste der Bewölkung verschwanden und die Sonne unbarmherzig auf uns nieder knallte. Am Pete´s Lookup habe ich dann nochmals einen Stop gemacht und ein paar Fotos geschossen. Jetzt waren noch ca. 25 Km zu fahren. Man war das anstrengend. Und morgen stehen sogar 94 Km auf dem Programm. Letztendlich bin ich aber so gegen 16:00 Uhr am Ziel, dem Glentanner Park Center angekommen. Wir waren rechtzeitig dar um noch einen 45 Minuten Hubschrauberflug um den Mt. Cook mit Landung im Schnee zu buchen. Das war einfach nur super und läßt sich kaum in Worte fassen. Der Mt. Cook ist ca. 3500 m hoch und wir konnten auch Blicke auf den Mt. Tasman und den Fox bzw. Franz Josef Gletscher werfen. Vielleicht das erste und letzte Mal, dass ich diesen Winter Schnee zu sehen bekomme. Jetzt sitze ich hier und schreibe diesen Bericht und warte darauf, dass endlich das Essen fertig ist :-)

Von Christchurch zum Lake Tekapo

So, heute steht der erste Fahrtag an. Wir gehen bereits um 7:00 Uhr Frühstücken, da wir noch eine längere Strecke fahren müssen. Wir bisher immer ist das Frühstück exzellent. So gegen 10 Uhr kommen wir dann los und es geht von Christchurch erstmal mit dem Wagen Richtung Geraldine/Fairlie. Wir sind ca. 2 1/2 Stunden unterwegs. Die Landschaft ist ziemlich eintönig und industrialisiert. Wetter ist bis kurz vor Fairlie sonnig, dann aber ziemlich bewölkt (zum Glück). In Fairlie wartet Claudia schon wieder mit Lunch auf uns. Köstlich und stärkend. Nun aber endlich aufs Rad nach Lake Tekapo. Die ersten 20 Km geht es nur leicht und kaum merklich bergauf. Wetterbedingungen sind eigentlich ideal. Bewölkt und Temperaturen bei vielleicht 20°. Ab Km 20 wird es dann etwas steiler mit dem Anstieg zum Burkes Pass, ich fahre mit der niedrigsten Übersetzung. Das Wetter scheint umzuschlagen. Es wird merklich kühler, die Bewölkung nimmt zu und ein starker Wind kommt auf. Auf der Passhöhe bei 705 m ist es dann richtig unangenehm. Unter 15° kühl. Nebelschwaden ziehen die Berghänge runter, aber es regnet glücklicherweise nicht. Die Abfahrt ist dann einfach genial. Auf nur wenigen Kilomtern klart es auf und gibt den Blick frei auf Vorläufer der South Alps mit noch schneebedeckten Gipfel. Die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und als wir dann im Tal angekommen sind ist bestes Sommerwerte und die Temperatur liegt wohl eher bei 25°. Jetzt sind noch ca. 10 km zu fahren. Am Ende erwartet einen dann der phantatische Anblick des Lake Tekapo. Eine riesige türkis schimmernde Wasserfläche umgeben von Bergen. Die Unterkünfte hier sind spitze. Direkt mit Blick auf den See. Der Sonnenaufgang Morgen muß phantatisch werden. Natürlich muss ich ein Bad im See probieren. Aber nicht umsonst sind keine Leute beim Schwimmen zu sehen. Das Wasser ist sehr kühl, geschätzt bei um die 10°. Aber äußerst erfrischend. Ich halte es 10 Minuten aus und stelle mich danach unter die heiße Dusche. Mit einem erneuten Abendessen der Spitzenklasse klingt der Abend aus. Man glaubt es kaum, aber ich bin gegen 22:00 so müde, das mit beim Tippen die Augen zufallen und ich den Rest hier auf den nächsten Morgen verschiebe.

Sonntag, Januar 14, 2007

Erkundung von CC und Trip in die Berge

Heute wollen wir CC erkunden. Richtige Kilometer mit dem Fahrrad werden wir aber nicht zurücklegen. Naja, war aber dann doch anders. Sind morgens gegen 8:00 Uhr zum Frühstücken. Danach ging es mit dem Rad ans Meer. Wasser war relativ warm, hatte allerdings auch keine Badehose dabei. Die Claudia hatte uns ein wirklich hervorragendes Mittagessen gemacht. Es gab eine Menge Obst, kleinen Pizzen. Dazu Avocado Pastete, Eier mit Lachs und vieles mehr. Göttlich. Dann sind wir in die Stadt zurück an den Kathedral Square. Eigentlich war jetzt Sightseeing in der Stadt angesagt aber ich habe mich von Udo überreden lassen noch in die umliegenden Berge zu fahren. Das hätte ich vielleicht doch besser lassen sollen :-) Udo ist um einiges fitter als ich (macht mal lässig ne Tour über 250 km). Aber immerhin hat er mich mitgezogen und ich habe es dann doch geschafft. Wir haben ca. 650 Höhenmeter überwinden und die Aussichten waren atemberaubend. Ich hätte mich echt geärgert, wenn ich da nicht mitgekommen wäre. Der Blick von oben über die Stadt oder auf einen See waren Blicke, die doch stark an gewissen Szenen aus Herr der Ringe erinnert habe. Es hat zwischendurch ein klein bisschen geregnet und dann dampften gleich die Straße und es gab richtig Nebel. Die Abfahrt war dann sehr angenehm. Als wir dann zurück waren, haben wir erstmal das Knarren von meinem Fahrrad beseitigt. Ein bisschen Öl an die richtigen Stellen hat gereicht. Die Räder sind jetzt erstmal auf dem Hänger befestigt weil wir morgen ca. 3 Stunden mit dem Wagen aus der Stadt fahren. Dann kam der angenehme Teil und es gab ein super lecker Abendessen in einer Gaststätte. Ich habe Lamm auf Gemüse gegessen. Ein Genuss. Beim Essen hatte ich dann einen richtig fetten Krampf im Oberschenkel. Mußte daraufhin erstmal einen Runde um das Restaurant laufen. Hoffentlich macht mir das Morgen keine Probleme. Aber morgen fahren wir ja auch nur 40 km und heute waren es dann schon 70 km. Außerdem überwinden wir keine 650 Höhenmeter.

Anreise und Akklimatisation

Sitze jetzt hier gerade im Motel Diplomat in CC und relaxe. Will mal etwas über die Anreise schreiben. Der Flug von Frankfurt nach San Francisco war ziemlich ätzend. Uraltes Boardentertainement System (4 feste Filme während des Fluges) und alkoholische Getränke nur gegen Aufpreis. Da habe ich dann die ganze Zeit nur Zeitung gelesen. Und obwohl ich in San Francisco eigentlich nur auf der Durchreise war, musste ich dort meine Fingerabdrücke hinterlassen und ein Foto. Außerdem musste das Gepäck dort die Customs passieren und ich musste mit Tasche und Rad auf einem dieser Trolleys durch die halben Flughafen, um das Gepäck wieder loszuwerden. Da gerät man ganz schon ins Schwitzen und die 3 Stunden Aufenthalt entpuppen sich auf einmal als gar nicht so lang. Naja zumindest hatte ich dann aber noch 1 Stunde Zeit fürs Surfen über einen WLAN Hotspot (leider aber nicht umsonst). Der Flug nach Auckland mit Air New Zealand war dann doch wesentlich angenehmer, denn man konnte sich individuell sein Wunschprogramm an Filmen zusammenstellen und ich habe alle 3 Teile der HDR Trilogie geschaut. Da blieben dann von den knapp 12 Stunden Flug nur noch 3 Stunden übrig, die man irgendwie rumkriegen musste. Ach ja, auf beiden Teilstrecken habe ich Sitze an den Exit Rows bekommen und konnte mich wunderbar ausstrecken. Die letzten 1 1/2 Stunden nach Christchurch waren dann natürlich total umspektakulär. Das Rad kam in einem recht erschreckendem Zustand an, der Karton war an mehreren Stellen eingerissen und ich dachte anfangs noch, dass der Lenker verlorengegangen wäre, was aber dann doch nicht der Fall war. Am Flughafen hat mich dann die Claudia von Valhalla Tours abgeholt und in das Motel gefahren. Ein Teil der restlichen Teilnehmer war schon angekommen und saß beim Frühstück. Ich habe mich dann gerne dazugesellt und richtig fett gefuttert. Zwei Riesenwürste auf Toast mit gebratenem Speck und Spiegelei. Danach haben wir die Räder dann zusammengebaut. Einige hatten Ihr Rad total raffiniert in einem speziellen Fahrradkoffer transportiert. Mein Rad läuft gut, nur mein Tacho funktioniert aus mir noch nicht bekannten Gründen nicht. Danach konnten wir dann erstmal nach Gutdünken die Stadt unsicher machen. Ich habe mir erstmal eine Vodafone Prepaid Karte zugelegt und bin ansonsten einfach mal in den Parks der Stadt rumgefahren. Jetzt ist es ca. 16:00 am Samstag und ich werde jetzt erstmal Duschen und dann glaube ich nicht mehr allzuviel tun. Wir sind dann gegen 19:00 Uhr noch Essen gegangen. Lecker. Fisch auf Zitronenmelisse. Dann war ich aber dank des Weines auch total Müde und habe bis jetzt gerade eben 07:00 am Sonntag geschlafen.